Clan Value

Was ist der Clan Value?
Was bringt der Clan Value?

 

Was ist der Clan Value?

In der Wirtschaft ist der kurzfristige Aktiengewinn zum Maß aller Dinge geworden. Die Unternehmerin Elisabeth Heller zeigt, wie es anders geht: Statt auf Shareholder Value setzt sie erfolgreich auf Clan Value. Ein neues Konzept der Unternehmensführung, das nicht nur die Umsätze ankurbelt, sondern auch eine höhere Qualität und Zufriedenheit beim Arbeiten ermöglicht. Denn: „Allein geht gar nichts“, ist die Autorin des Econ-Verlag-Buches „Clan Value“ überzeugt. Vielmehr ist ein funktionierendes Netzwerk an Mitarbeitern, Partnern, Kollegen, Kunden, Verwandten und Freunden – zusammengeschweißt zum Clan und verbunden durch gemeinsame Werte und Visionen – Garant für Erfolg und Nachhaltigkeit. Wie übrigens auch viele berühmte Clans immer wieder eindrucksvoll demonstrieren: von Adriano Celentano, Jim Jarmusch über die Swarovskis, die Haniels bis zu den Schotten.

Nach einem Jahrzehnt der Ich-Orientierung sagt Elisabeth Heller eine Trendwende für Wirtschaft und Gesellschaft voraus: „Von der Ego-AG zum Wir-Prinzip“.

Kleine und mittlere Unternehmen, aber auch Abteilungen von Großbetrieben profitieren von der neuen Art der Unternehmensführung nach dem Clan Value-Prinzip; Es skizziert ein spannendes und vor allem lebenswertes Modell einer langfristig erfolgreichen unternehmerischen Zukunft.

Der Clan als Erfolgsrezept für KMU der Zukunft
Vor allem Klein- oder Mittelbetrieben eröffnen die Strukturen des Clans neue Chancen. Eines der vielen Themen: die Betriebsnachfolge. 52.000 österreichische Unternehmer – fast ein Viertel aller kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) – suchen eine Nachfolge. In 300.000 mittelständischen Betrieben in Deutschland steht in den kommenden fünf Jahren ein Wechsel in der Unternehmensführung an, jeder dritte dieser Betriebe wird womöglich stillgelegt, weil es keine tragfähige Nachfolge gibt. Ein Unternehmen, das nach dem Clan Value agiert, sorgt vor, denkt auch in Generationen, nicht nur in Quartalen. Dazu gehört etwa der Aufbau einer ausgewogenen Alterspyramide im Clan, die auch für erfolgreiche Kundenkontakte wichtig ist, oder die Förderung junger Clanangehöriger.

Lernen von den Schotten oder den Hip-Hop-Stars Wu-Tang
Lernen wir von den erfolgreichen Clans dieser Welt, empfiehlt Heller. Unter die Lupe genommen hat Heller in ihrem Buch zahlreiche clanartige Unternehmerfamilien, etwa die Brennikmeyers (Modekette C&A), die Herrenschneider Zegna aus Italien, die schwedischen Medienunternehmer Bonnier aber auch die Traditionen schottischer Clans, der Hip-Hopper Wu-Tang oder des Indianderstammes der Chippewa, Ureinwohner Nordamerikas. Wenn etwa Konstanze von Allmen vom international bekannten Kandahar-Clan in einem Gespräch mit Elisabeth Heller über ihren Clan und ihre Wertewelt, ihren Umgang mit den Mitarbeitern spricht, erwacht der Clan Value spürbar zum Leben. Leseprobe Interview Elisabeth Heller mit Konstanze von Allmen

Praxistipps für Unternehmer: Der Weg zum eigenen Clan
„Leben Sie im Clan, dann leben Sie reicher“, so das Credo des Buches. Auf dem Weg zum eigenen Clan erhält der Leser zahlreiche Empfehlungen und Handlungsanleitungen – vom Verhaltenskodex im Clan bis zum optimalen Einsatz jedes einzelnen Mitglieds und dem Anforderungsprofil an den Clan-Chef / die Chefin. Beispiele aus allen Kulturkreisen und viele Fallstudien über die Erfolgsgeheimnisse clanartiger Unternehmen machen das lebendig und persönlich geschriebene Wirtschaftsbuch zu einem Lesevergnügen mit Erkenntnispotenzial. Auszug z.B. aus Mut- und Muntermacher (Leseprobe)

Clan, der: eine eingeschworene Gemeinschaft von Menschen auch unterschiedlicher Herkunft, die ein ökonomisches Ziel gemeinsam verfolgen und einander darüber hinaus vielfältig verbunden sind.

Clan Value, der: vom Clan geschaffener Mehrwert; erwächst durch das konsequente Einbinden von Mitarbeitern, Verwandten, Freunden, aber vor allem auch von Geschäftspartnern, Kunden, Lieferanten und Dienstleistern in den Clan.

 

Was bringt der Clan Value

Clan Value bietet eine Handlungsanleitung mit einer Fülle an soft facts, die bei der traditionellen Unternehmensberatung gerne vernachlässigt werden:

  • Was tun, wenn die Reibung zwischen Familie und Unternehmen zu groß und das Betriebsergebnis deshalb zu klein ist?
  • Was tun, wenn in einer tragenden Abteilung eines Großunternehmens statt Ergebnissen nur noch Neid, Demoralisierung und Intrigen produziert werden?
  • Was tun, wenn sich die drei Generationen einer Unternehmerfamilie auf der Suche nach einem tragfähigen Nachfolgemodell in die Haare geraten sind?
  • Was tun, wenn die Ehe zerbricht und sich der Scherbenhaufen auch vor Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten auftürmt?

Kategorien wie Mut, Hoffnung oder Experimentierfreude sind beim Realisieren des Clan Value so wichtig wie angstfreie Kommunikation oder Passion und Respekt.

Als langjährige Unternehmerin und Arbeitgeberin weiß Elisabeth Heller aber natürlich, dass die hard facts nicht fehlen dürfen. Clan Value bringt:

Geringere Absenzen
Das Miteinander im Betrieb senkt eindeutig die Fehlzeitenquote. Während hierarchisch geführte Organisationen, wie beispielsweise Ministerien, jährliche Absenzen von 3 bis 4 Wochen und mehr (neben Urlaubwochen und Amtswegen) zu verzeichnen haben, bewegen sich Krankenstände und sonstige Fehlzeiten in clan-artig geführten Unternehmen in einem durchaus akzeptablen Bereich von einer Woche pro Jahr.

Geringere Ausfallsraten durch Fluktuation
Mit einer Senkung der Fluktuationsquote um lediglich 5% erspart sich ein Handwerksbetrieb mit 20 Mitarbeitern jährlich einen Mittelklassewagen. Ein High-Tech-Betrieb kann bei einer gleichhohen Senkung der Fluktuation (um 5%) eine Gewinnsteigerung von mindestens 10% erzielen. Ein Industriebetrieb mit 180 Mitarbeitern könnte bei einer Reduktion der Fluktuation langfristig 6 neue Arbeitsplätze schaffen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und Lieferanten
Auspressen von Lieferanten kann ein Schuss werden, der nach hinten losgeht. Denn einer kurzfristigen Senkung von Einkaufskonditionen stehen Einschulungs- und Anpassungszeiten an den Lieferanten, Probleme mit der Qualität und fehlendes Wissen um routiniertes Miteinander gegenüber. Das kostet Kraft und vor allem Geld. Zudem lassen langfristige Lieferanten mehr Spielraum auch in schwierigen Betriebssituationen zu, gemeinsame Produktverbesserungen und individualisierte Lieferabläufe führen auf beiden Seiten zu einer Optimierung der eingesetzten Kräfte. Die optimierte Wertschöpfungskette ist die Folge.

Langfristige und gewinnbringende Kundenbeziehungen
Kunden sind – neben den Mitarbeitern – die wichtigsten Clan-Sympathisanten.
Eine Regel besagt, dass fast 80 % der Kunden einen Lieferanten wechseln, weil sie von ihm nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bekommen haben. Nicht der Preis oder die Qualität des Produktes sind die entscheidenden Faktoren für den Wechsel eines Geschäftspartners, auch nicht die Intensität der Werbung, sondern die Qualität der Beziehung zwischen Kunde und Unternehmen. Kunden wollen sich wahrgenommen fühlen und nicht die Vernachlässigung seitens des Verkäufers empfinden, weil man sich nicht ihren Namen oder ihre besonderen Bedürfnisse merkt.

Unternehmenswachstum mit dem optimierten Mix aus Stamm- und Neukunden
Kunden sind wichtige Multiplikatoren. Eine empirisch belegte Regel besagt, dass Neugeschäft mit einem Noch-Nicht-Kunden zwischen 5 und 7mal mehr Anstrengung (und somit Kosten) verursacht, als mit bestehenden Kunden ein Zusatzgeschäft abzuschließen. Noch effektiver ist es, die zufriedenen Kunden als Multiplikatoren zu gewinnen – um durch positive Weiterempfehlungen begeisterter Kunden neue Kundensegmente anzusprechen.