Der Mut- und Muntermacher für den Clan: In zügigen Schritten aus der Krise.

Es gibt sie. Und zwar immer wieder. Die Augenblicke, in denen sich Zweifel im Kopf festsetzen. Die Augenblicke, in denen man ein Flattern im Bauch verspürt. Die Augenblicke, in denen die Angst die Seele aufzufressen droht. Die Augenblicke, in denen der Clan Ihnen gar als Last erscheint. Jawohl, all das gehört dazu. All das ist Teil des Pakets.

Aber halt: Eben weil das nur Augenblicke sind, gehen sie wieder vorüber. Damit Sie, liebe Leserin, und Sie, verehrter Leser, für solche Momente gewappnet sind, gebe ich Ihnen hier noch ein paar Tipps an die Hand. Holen Sie tief Luft. Füllen Sie Ihre Lungenflügel. Und legen Sie los:

1) Schritt Eins. Sie stehen zu Ihrem Clan. Koste es, was es wolle.
Glauben Sie an Ihre Idee. Mehr als alle anderen das tun. Leben Sie Ihre Passion und Ihre Leidenschaften aus. Hätscheln Sie Ihre Clan-Idee. Lassen Sie sich von Ihrer Idee entflammen. Und lassen Sie sich durch niemanden von dieser Idee abbringen. Besserwisser gibt es immer und überall. Mit denen werden Sie schon fertig. Behalten Sie Ihr Ziel im Auge. Ihre Idee ist gut. Cool. Toll. Top. Sie haben sich nun dafür entschieden, jetzt ziehen Sie es auch durch. Es lohnt sich.

2) Schritt Zwei. Sie vertrauen Ihrem Bauch.
Lernen Sie Ihre Gefühle und sich selbst kennen. Schärfen Sie die Wahrnehmung, die Sie von sich selbst haben. Stehen Sie zu Ihrer Intuition – in fast allen Fällen wird sie Ihnen den richtigen Weg weisen. Betrachten Sie Ihre Erfahrung als den größten Schatz. Stimmen Sie Körper, Emotionen und Verstand (als Erkennen der Konsequenzen) aufeinander ab. Lassen Sie Ihren Bauch reden – er sagt Ihnen, wo es lang geht.

3) Schritt Drei. Sie denken und formulieren positive Ziele.
Gedanken schaffen Ergebnisse und lösen Reaktionen aus. Taten folgen den Ideen. Denken Sie also in positiven Dimensionen. Wenn Sie entsprechende Resultate wünschen, dann müssen Sie das auch ausstrahlen. Wenn Sie feststellen, dass sich negative Gedanken einschleichen, dann nehmen Sie diese zur Kenntnis – und schieben sie gleich wieder zur Seite. So programmieren Sie sich auf das positive Denken um. Limitieren Sie sich nicht durch die negative Seite Ihrer Gedanken. Erweitern Sie Ihren Handlungsspielraum, indem Sie an schöne, erfolgreiche, erfüllende Ergebnisse denken. Stellen Sie sich vor, wie Ihr Clan sich entwickelt, blüht und gedeiht. Sie haben das verdient.

4) Schritt Vier. Sie machen Tabula Rasa.
Machen Sie reinen Tisch, wenn es Ihnen nicht gut geht. Im Beruf. Und zu Hause. Es gibt Zeiten, da ist das Loslassen besonders wichtig. Wenn Sie Platz machen, ist wieder Raum für Neues da. Das beginnt bei den Gedanken.
Nicht immer können wir Gedanken so steuern, wie wir wollen: Nehmen Sie Ihren Schreibtisch, Ihren Kleiderschrank, Ihre Sportausrüstung als Metapher und misten Sie kräftig aus. Und dann setzen Sie mit Ihren Gedanken und Gefühlen fort.
Schauen Sie, dass Sie die »räuberischen Unerledigten« loswerden. Das sind – wie ich von Wolf Lasko gelernt habe – Menschen, Situationen, Gedanken, die Sie über Gebühr strapazieren, die Ihre Batterien leer saugen.
Ein Beispiel? Sie haben seit Jahren ein Problem mit einem ehemaligen Clan-Mitglied, schon der Gedanke an diesen Menschen kostet Sie Energie. Sie können sich nun entweder endlos den Kopf zerbrechen, was damals schief gelaufen ist. Sie können aber genauso gut einen Schnitt machen: Lösen Sie das Problem. Vielleicht auch durch einen Abschluss: Lassen Sie los. Wagen Sie es: Listen Sie die räuberischen Unerledigten auf. Und lassen Sie sie los.

5) Schritt Fünf. Sie drücken aus, wer Sie sind.
Teilen Sie sich in jener Dimension mit, in der Sie auch fühlen. Drücken Sie aus, wer Sie sind. Sagen Sie es. Zeigen Sie es. Nur so werden Sie authentisch. Ihr Selbstausdruck fördert Ihre Selbsterkenntnis und Ihr Selbstvertrauen.
Hinterfragen Sie sich. Achten Sie darauf, wie Sie sich mitteilen. Und was Sie dabei empfinden.
Wenn das klappt, dann können Sie auch anderen sagen, was Sie denken. Wenn Sie der Meinung sind, etwas oder jemand passt nicht zum Clan, dann sprechen Sie das auf dieser Basis klar aus. Auch wenn ein Sprichwort sagt: »Reden ist Silber, Schweigen ist Gold« – kümmern Sie sich nicht darum. Geheimniskrämerei hilft weder Ihnen noch Ihren Clan-Mitgliedern. Kommunizieren Sie. Aber schwätzen Sie nicht.

6) Schritt Sechs. Sie stehen zu Ihrem Wort.
Sie sind hin und her gerissen, weil Sie Ihr »Clan-Wort« gegeben haben und nun nicht sicher sind, ob Sie es halten können? Stehen Sie trotzdem dazu. Anschließend können Sie mit dem Menschen, dem Sie das Versprechen gegeben haben, Ihre Bedenken abklären. Sagen Sie rechtzeitig, wenn etwas nicht geht. Stecken Sie nicht den Kopf in den Sand. Auch wenn das einmal wehtun sollte – denken Sie daran: Es ist nur Schmerz. Und der vergeht.

7) Schritt Sieben. Sie motivieren sich selbst.
Niemand kann Sie so motivieren wie Sie sich selbst. Nehmen Sie die kleinen Erfolge genauso wahr wie die großen. Leben Sie hier und jetzt, nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft. Das Heute ist entscheidend, auch als Basis für das Morgen. Und morgen ist die Zukunft schon ein Heute. Wenn Sie motiviert sind, können Sie auch andere begeistern. Das ist wichtig im Clan. Und es geht leichter im Clan.

8) Schritt Acht. Sie teilen Ihre Erfolge mit anderen.
Geben ist seliger denn Nehmen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Geben Sie von den positiven Resultaten etwas ab. Seien Sie ja nicht geizig. Seien Sie großzügig. Sie bekommen im Gegenzug sehr vieles von Ihrem Gegenüber. Seien Sie ebenso großzügig, wenn es um Zweifel geht: Sie sind kein Roboter, Sie sind ein Mensch. Sie dürfen bedrückt sein, zweifeln, sich fürchten. Ihr Clan wird Sie besser verstehen, wenn Sie nicht immer nur stark sind. Geben Sie anderen die Möglichkeit, Sie zu unterstützen. Nehmen Sie Hilfe an. Teilen Sie Ihre Sorgen mit anderen im Clan.

9) Schritt Neun. Sie lachen über sich selbst.
Sie machen sich Sorgen, dass Sie es nicht schaffen könnten? Lachen Sie solche Sorgen einfach weg. Das geht besser, als Sie glauben. Denken Sie an etwas Lustiges, lassen Sie ein herzhaftes Lachen zu. Das entspannt. Wenn Ihnen das nicht gelingt, schreiben Sie sich in einen Lachclub ein: www.yogalachen.de.

10) Schritt Zehn. Sie haben Vertrauen.
Vertrauen Sie auf Ihren Clan. Auf seine Stabilität. Und auf Ihre Fähigkeiten. Den Clan und Sie verbindet ein festes Band. Kultivie-ren Sie dieses unerschütterliche Vertrauen. »Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft«, wissen wir von Seneca: »Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst.« Leben Sie dies.

11) Schritt Elf. Sie loben die anderen. Und auch sich selbst.
Loben Sie andere Menschen. Für das, was sie tun. Für den Clan. Für die Gemeinschaft. Für den Erfolg des Unternehmens. Heben Sie andere in den Himmel. So schaffen Sie die Basis für Höchstleistungen. Wenn es Ihnen selbst nicht gut geht, vergessen Sie nicht, den Menschen zu loben, der Ihnen am nächsten steht: sich selbst. Sie haben Ihre Sache sicherlich bestmöglich gemacht. Sie zeigen atemberaubende Fähigkeiten. Sie haben sich angestrengt. Sie haben sich um die anderen bemüht. Jetzt wird es Zeit, dass Sie selbst in den Spiegel schauen und sich Lob aussprechen. »Eigenlob stimmt« – hat Sabine Asgodom ein Buch genannt, das 1996 im Econ-Verlag erschienen ist. Lesen Sie es. Handeln Sie danach. Das wird Ihnen gut tun.

12) Schritt Zwölf. Sie feiern.
Feiern Sie nicht nur Ihre Erfolge. Auch Ihre Misserfolge sind es wert, zelebriert zu werden – denn nach einer Niederlage geht es wieder aufwärts. Ein Misserfolg ist ein Abschiednehmen, ein Neubeginn für eine nächste, für eine reifere Phase. Jeder Fehler, den Sie gemacht haben, ist ein Schritt auf dem Weg zu Ihrer Vollendung. Irrtümer gehören zur Evolution und zum Leben – die Natur korrigiert immer wieder. Haben Sie keine Angst davor, denn Fehler sind notwendig für die Weiterentwicklung. Also zelebrieren Sie auch den Nicht-sofort-Erfolg.

13) Schritt Dreizehn. Sie hören anderen zu.
Öffnen Sie das Ohr für die Probleme der anderen. Urteilen Sie dabei nicht, sondern nehmen Sie diese Sorgen wahr. Das relativiert Ihre Position und schafft Ihnen die Möglichkeit, für die anderen ein wichtiger Gesprächspartner, ein unverzichtbarer Freund, ein Fels in der Brandung zu sein. Beim Zuhören setzen Sie auch Ihren Bauch in Betrieb und empfinden in sich hinein, was dabei in Ihnen abläuft.

14) Schritt Vierzehn. Sie geben sich der Musik hin.
Wenn Sie nicht richtig weiterkommen, kann die richtige Musik nicht nur Katalysator sein, sondern auch ein Antrieb. Ein Motor für Ihr Fortkommen. Eine Exitstrategie, wenn Sie im Kreis gehen. Nutzen Sie das Mozartjahr: Entspannen Sie sich, gehen Sie mit Ihrer Phantasie auf Reisen, aktivieren Sie Lernprozesse. Mozart hilft Ihnen.

15) Schritt Fünfzehn. Sie gehen in die Natur hinaus.
Atmen Sie gut durch. Lassen Sie sich durch die Natur stimulieren. Öffnen Sie Ihre Augen. Auch wenn das Wetter trüb sein mag. Genießen Sie das, was uns alle umgibt. Schärfen Sie Ihre Wahrnehmung. Sehen Sie das Schöne, das Bunte, das Edle. Freuen Sie sich. Und erfreuen Sie sich. Auch Ihres Daseins.

16) Schritt Sechzehn. Sie lesen.
Verstehen Sie Bücher als Freunde. Vertrauen Sie ihnen. Schmökern Sie. Gönnen Sie sich diese Muße. Holen Sie Kraft, Tipps und frische Ideen aus Ihren Büchern. Die folgenden Titel haben mich beim Zusammenstellen dieser Tipps angeregt. Und sie werden hoffentlich auch Ihnen weiterhelfen. Und den einen oder anderen der 16 Schritte leichter machen.
* Maja Storch: Das Geheimnis kluger Entscheidungen,
Goldmann, München 2000
* Wolfgang W. Lasko: Personal Power – Mut zum Handeln, Goldmann, München 1998
* Sabine Asgodom: Eigenlob stimmt,
Econ, Düsseldorf 1996
* Viktoria Kickinger: Danke für die Krise,
Echomedia, Wien 2004
Eine anregende Liste von Musikstücken finden Sie in:
* Colin Rose, Malcolm J. Nicholl: Der totale Lernerfolg,
mvg, Landsberg 1998